Monastischer Geist

Eine der wichtigsten Qualitäten im Geist eines Ordinierten ist Demut. Demut hat mit Durchlässigkeit zu tun, die aus Selbst-Akzeptanz erwächst.

Venerable Thubten Chodron

Die Ehrwuerdigen Chodron, Tarpa, und Semkye begleiten Ihre Heiligkeit Dagmo Kusho zum Gaestehaus des Klosters's.

Ein monastischer Geist ist bescheiden, empfänglich, freundlich,
mitfühlend, neugierig, aufrichtig, eifrig im lernen, und weise.

Die Kultivierung eines “monastischen Geistes” ist ein wesentlicher Bestandteil der Dharma Ausbildung in Sravasti Abbey. Ein monastischer Geist ist bescheiden, demütig, aufgeschlossen, freundlich, mitfühlend, neugierig, aufrichtig, wissbegierig und klug ist. Mit anderen Worten: Wir versuchen, Mönche und Nonnen auszubilden, welche die buddhistischen Schriften nicht nur gut kennen, sondern auch über sie meditieren und sie in ihrem täglichen Leben umsetzen. Auf diese Weise wird der Dharma in der Welt lebendig und in den Interaktionen mit anderen wird er durch unseren Körper, Rede und Geist zum Ausdruck gebracht.

Eine Reihe von Dharmawerten ist Leitfaden für unser gemeinsames Leben. Wir bringen diese zur Sprache und diskutieren sie in der Gemeinde. Vertrautheit mit diesen Werten und Prinzipien sind Teil der Kultivierung eines “monastischen Geistes” und damit ein wesentlicher Teil des Ausbildungs-Programms in Sravasti Abbey.

Am Ende der täglichen Morgen-Meditation rezitieren Ordinierte und Gäste
folgende hilfreiche Verse, um während des Tages den monastischen Geist zu
kultivieren:

Einen „monastischen Geist“ zu haben ist gut für unsere Dharmapraxis, ob wir nun Ordinierte oder Laienpraktizierende sind.

Ein monastischer Geist ist demütig, durchdrungen von der
buddhistischen Weltanschauung, der Kultivierung von Achtsamkeit, reinem
Wissen, Liebe, Mitgefühl, Weisheit und anderen guten Qualitäten.

Eingedenk der Güte, die ich durch alle fühlenden Wesen erfahren habe,
wende ich mich ihnen mit Geduld, Freundlichkeit und Mitgefühl zu.

Ich werde auf meine Gelübde und Werte achten. Ebenso werde ich ein reines Bewusstsein für meine Gedanken und Gefühle kultivieren, und auch darüber, wie ich spreche und handle.

Ich werde darauf achten, zu passenden Zeiten und in angemessener Weise
zu handeln und zu sprechen, und ich werde leeres Gerede und störende
Bewegungen aufgeben.

Mit Respekt für andere und im Vertrauen auf meine guten Eigenschaften, werde ich demütig sein und ein offenes Ohr für andere haben.

Bei all diesen Handlungen werde ich mich bemühen, mich der Vergänglichkeit und der Leere aller Eigennatur zu erinnern und mit der Einstellung des Bodhicitta zu handeln.

Englische Version: Monastic mind

French Version: Motivation de l’esprit monastique

Find more on these topics: , , ,